“Wenn du auf diesem Planeten nur ein Baum ohne Wurzeln bist, wie weit kannst du deine Äste strecken?”
Für -Unser Deutschlandmärchen- wurde Dinçer Güçyeter mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2023 ausgezeichnet.
Sein Roman ist nicht einfach irgendeine Geschichte über Gastarbeiterfamilien. Es ist seine Familiengeschichte, die Erfahrungen und Leben vieler Frauen, deren Träume oft der harten Realität weichen mussten.
Als Fatma mit Yilmaz verheiratet und als Gastarbeiterin nach Deutschland geschickt wird, ist ihr noch nicht klar, wie hart und entbehrungsvoll ihr Leben sein wird.
Schon bald ist sie diejenige, die die Familie mit mehreren Jobs ernährt, während Yilmaz jeglicher Anstrengung aus dem Weg geht und die Familie bei sich jeder möglichen Gelegenheit zusätzlich verschuldet.
Als nach langer Wartezeit doch endlich ein Kind kommt (Dinçer) setzt Fatma alle Hoffnungen und Erwartungen in ihn, damit er zu dem verantwortungsbewussten Mann in ihrem Leben, der Yilmaz nie gewesen ist.
Doch Dinçer sieht und fühlt oft anders. Sein Weg wird ein anderer sein.
Für mich ist es eine unvergessliche, nachhaltige Leseerfahrung. Poetisch aber gleichzeitig sehr direkt vermittelt uns Dinçer Güçyeter die Gefühle einer ganzen Einwanderergeneration und deren Nachkommen.
Ich habe so viele Parallelen zu meinen eigenen Wurzeln gefühlt. Eine Losgelöstheit, da man in der alten Heimat als “Die aus dem reichen Deutschland” gilt, während man hier mit harter Arbeit gerade so über die Runden kommt. Man lebt in einer Zwischenstation.
Dort ist man Deutsche:r, hier ist man fremd. Wo ist der eigene Platz und welche Herausforderungen muss man bestehen um dazuzugehören?
Ein großartiges Buch, welches unbedingt gelesen werden sollte. Empfehlung!
Lesung mit Steven Uhly zu „Die Summe des Ganzen“ in der Buchhandlung Dombrowsky
Die Stimmung zu Beginn der Veranstaltung ist gespannt.
Begrüßt werden wir durch ein Mitglied des Betroffenenbeirats der Diözese Regensburg, der den Abend mit folgenden Worten eröffnet:
„Wir sind keine Opfer – wir sind Betroffene.“
Die Mitglieder des Betroffenenbeirats sind allesamt Missbrauchsopfer durch Angehörige der katholischen Kirche. Ihr erklärtes Ziel ist es Opfern von Missbrauch zur Seite zu stehen, sie zu begleiten und parallel dazu der katholischen Kirche den Kampf anzusagen und so für ein Umdenken bezüglich der unaussprechlichen Geschehen zu bewirken, sodass die Täter einer gerechten Strafe zugeführt werden.
Anschließend tritt Herr Ulrich Dombrowsky, Inhaber der Buchhandlung Dombrowsky, auf die Bühne und richtet einige Worte an uns, bevor er Herr Uhly hinaufbittet.
Der Autor Steven Uhly, geboren 1964 in Köln, studierte Literatur, leitete ein Institut in Brasilien und übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen.
Nachdem er Platz genommen hat bittet er zu allererst darum, dass das Licht ein wenig gedimmt wird, da er sonst die Gesichter des Publikums nicht sehen kann.
Anschließend fragt er uns Zuhörer:innen wer denn schon alles sein Buch gelesen hat. Einige Hände schießen in die Höhe, doch auch viele nicht.
Herr Uhly beschließt die Geschichte von vorne zu beginnen, denn dies haben ihm seine Kinder so beigebracht. Geschichten beginnen nicht in der Mitte oder am Ende, sie beginnen immer von vorne.
Das Thema des Buches ist nicht leicht. Es geht um Missbrauch in der katholischen Kirche. Vorfälle die seit Jahren immer wieder in den Medien zu hören, zu sehen und zu lesen sind. Es ist die Geschichte von Lucas Hernandez, der sich in einer ihm fremden Gemeinde in Madrid dem Padre Roque de Guzmán anvertraut. Der reuige Sünder sucht regelmäßig dessen Beichtstuhl auf um von seinen unkeuschen Gedanken gegenüber seinem minderjährigen Nachhilfeschüler Armando zu erzählen.
Immer wieder ertappe ich mich, wie ich das Publikum beobachte. Auch in Regensburg gab es einen großen Skandal um ungesühnte Missbrauchsfälle im Knabenchor der Regensburger Domspatzen. Auch hier wurde vertuscht, gelogen, Täter geschützt und Ermittlungen behindert.
Die Lesung ist beendet – die Gesprächsrunde eröffnet.
Auf die Frage wie die Idee zu dem Werk entstanden ist, erklärte Uhly, dass die jahrelange Berichterstattung mitunter einen Grundstein für die Entstehung gelegt hat, aber vielmehr noch die Lebensbeichte von einem der besten Freunde. Dieser offenbarte sich ihm eines Tages. Er wurde in Spanien als Kind selbst Opfer von sexuellem Missbrauch durch Kirchenvertreter. Durch die intensive Auseinandersetzung damit, wie groß die Anstrengung seines Freundes war, wieviel Kraft er aufwenden musste und welchen Kampf er ausgefochten hat um ansatzweise normal leben zu können, war letztendlich der Auslöser und Startschuss für „Die Summe des Ganzen“. Aus diesem Grund wurde die Handlung des Romans nach Madrid verlegt. Besagter Freund war auch einer der ersten Leser des fertigen Buches.
Weiter geht es mit der Frage, wie Uhlys Reaktion auf die Offenbarung des Freundes war. Dies beantwortet der Autor damit, dass er es als großen Vertrauensbeweis verstand.
Doch er konnte und kann dem Freund nicht helfen — hat ihm zur Therapie geraten. Hier spricht Uhly erstaunlich offen über seine eigenen Erfahrungen, da er selbst sich seit Jahren in Therapie begebe, da der Punkt kommt, wo Freunde keine Hilfe leisten können, da es oftmals entlastender sei, wenn eine –fremde- Person die Fragen stellt bzw. einen erzählen lässt. Freunde können nicht immer helfen, weil sie oftmals direkt Lösungen bieten wollen.
Steven Uhly versteht sich nicht direkt als Kirchenkritiker. Oftmals wird das Zölibat als Erklärung für die Gräueltaten verantwortlich gemacht. Religion sei laut ihm aber eine Stütze in der Gesellschaft, doch seine Meinung und Empfehlung zum Thema kirchliche Laufbahn formuliert er ganz konkret: alle Anwärter:innen sollten therapeutisch geprüft werden, warum sie etwas so Zentrales durch das Zölibat ausklammern möchten. Sind sie dafür geeignet ein ganzes Leben lang?
Ebenso verurteilt er die Verjährungsfrist. Sexueller Missbrauch der im Kindesalter geschah ist oftmals verjährt wenn der Erwachsene die Erlebnisse erst richtig einordnen kann.
„Hier muss unbedingt eine Gesetzesänderung vorgenommen werden“, so Uhly. „Es verjährt im Opfer nicht. Sollte es dann gesetzlich verjähren?“
“Lutz hat mir einen furchtbaren Brief geschrieben — acht Seiten lang Freiheit und democracy und aufkeimender Hass gegen eine Schwester, die sich einem verabscheuungswürdigen Regime verkauft. Ich wage mich kaum noch an meine >>Geschwister<<.
(Brigitte Reimann, HOY 28.09.1961)
Als ich von @aufbau_verlage zum 50. Todestag von Brigitte Reimann gefragt wurde, ob ich Interesse hätte die Werke der mir bis dahin unbekannten Autorin zu lesen, habe ich nicht gewusst wie sehr mich ihre Worte beschäftigen und in mir nachhallen würden.
Sie schreibt darin über die junge Malerin Elisabeth Ahrendt, aus bürgerlichen Verhältnissen abstammend, die parteilos ist und in einem Kombinat arbeitet. Obwohl sie über kein Parteibuch verfügt, glaubt sie doch an Sozialismus und den Staat. Einige Jahre zuvor hat ihr älterer Bruder Konrad das System verraten und ist in den Westen abgehauen. Der Schmerz darüber sitzt noch immer tief.
Eines Abends zieht sie ihr anderer Bruder Uli ins Vertrauen und erzählt ihr, dass er in zwei Tagen ebenfalls nach Westdeutschland aufbricht. Er hat es leid mit ansehen zu müssen, wie er auf der Karriereleiter ein ums andere Mal überholt wird, nur weil er nicht der Partei angehört.
Elisabeth ist schwer getroffen und will nicht noch einen Bruder verlieren. So entspinnt sich eine heftige Diskussion zwischen den Geschwistern, in der Uli seiner Schwester das Scheitern Ostdeutschlands vor Augen führen will, während Elisabeth das Grundprinzip desgleichen verteidigt und ihn dazu aufruft trotz der politischen Hindernisse durchzuhalten anstatt zu gehen. Doch damit nicht genug — in ihrer Verzweiflung wendet sie sich an ihren Freund Joachim…
„Ich kann mich nicht erinnern, das Buch einer Frau in deutscher Sprache gelesen zu haben, in dem die Sehnsucht nach Liebe mit einer solchen Sinnlichkeit und Intensität gezeigt wurde.“
Marcel Reich-Ranicki, LQ/ ZDF über ihre Tagebücher. (1997/1998 im Aufbau-Verlag Berlin, Angela Drescher)
Hier muss ich Marcel zitieren — auch wenn ich nicht in allen Dingen seine Meinung teile, dann definitiv in Bezug auf Reimanns Schreiben.
Dem Fund von handschriftlichen Aufzeichnungen der Autorin in ihrem ehemaligen Wohnhaus in Hoyerswerda (2022) haben wir zu verdanken, dass es nun möglich war den Roman in ungekürzter und unzensierter Fassung neu zu veröffentlichen.
Zu dem Roman habe ich mir ebenfalls “Ich bedaure nichts” von Brigitte Reimann schicken lassen. Das Tagebuch hat mir einen noch besseren Eindruck in das Innenleben der Autorin gewährt.
Die autofiktionale Geschichte um das Geschwisterpaar ist Zeugnis einer Zeit, in der die Grenze nicht nur ein Land sondern auch zahlreiche Familien und Freunde gespalten hat, über Vertrauen aber auch über das Schweigen nach dem zweiten Weltkrieg.
Eine Frau, die schon damals den Mut hatte über die DDR zu schreiben und sie zu kritisieren.
Leider hat sie die Wiedervereinigung nicht mehr erlebt. Brigitte Reimann starb im Alter von 39 nach jahrelanger schwerer Krebserkrankung.
Von Judith Hermann über das Schreiben lesen. Über ihre Art die Dinge zu sehen und zu Papier zu bringen.
“Ich schreibe am eigenen Leben entlang, ein anderes Schreiben kenne ich nicht.”
Dadurch können wir hier eine biografische Fiktion oder fiktive Biografie genießen. Wir begegnen ihrer Freundin Ada, hören von ihren Großeltern und begleiten Sie zu ihren Sitzungen bei ihrem Therapeuten Doktor Dreehüs.
Dennoch verfolgt die Handlung hierbei kein Ziel sondern stellt vielmehr Etappen und Stationen ihres Lebens dar.
Das was sie lebt, schreibt sie.
Wie bereits in -Daheim- hat mich Frau Hermanns einzigartiger Schreibstil in seinen Bann gezogen, meine Gedankenwelt angestupst.
Sie hat dieses Händchen für Untertöne, für das Dahinter und auch das Weglassen.
“Was genau ist der Unterschied zwischen Ausdenken, Träumen und Übertreiben. Das Eigentliche des Traumes ist nicht sein Inhalt, seine Handlung, sondern das Gefühl, mit dem er geträumt wird, sein Stoff im haptischen, im empfindsamen Sinn. Dieser Stoff bleibt, wenn du wach wirst.”
Ich freue mich schon sehr auf die baldige Lesung in Regensburg zu diesem genialen Buch.
„Mein ganzes Leben lang habe ich gedacht, ich sei frei und souverän. Bis ich kapierte, dass das nicht so stimmt. Dass solche Dinge jedem und jederzeit passieren können. Das ist es, was mich so beschäftigt. Nicht der Vorfall an sich, sondern der Terror seiner Existenz.”
Ich fühlte mich Liv sehr nahe, mit ihrer Art mit den Dingen umzugehen, wie sie denkt und wie sie versucht die Kontrolle wiederzuerlangen über ihr Leben, ihre Gefühle und den “Vorfall” endlich hinter sich zu lassen. Sie fühlt soviel und doch ist da diese Leere, dieses Stumpfe, dass in ihr zurückgeblieben ist. Ein Teil von ihr ist in dieser Nacht gestorben. Nun muss sie den Rest neu organisieren.
Liv, die als Pflegerin arbeitet, hat ihre Vergewaltigung vor knapp 15 Jahren nicht verarbeitet. Ihr Ehemann weiß nichts davon. Sie will kein Opfer sein, sieht sich nicht als eine “dieser Vergewaltigten”. Doch sie kann sich dem Trauma nicht entziehen und verfällt immer wieder einem Gedankenkarussell, den Erinnerungen und der Frage nach der Schuld. Hat sie sich ausreichend gewehrt? Hat sie deutlich genug abgelehnt? Sie ging doch freiwillig mit. Was hat die Vergewaltigung mit dem Vergewaltiger gemacht? Denkt er noch an seine Tat? An sie? Es kommt der Punkt an dem sie die Macht wiedererlangen will.
Eindringlich, kraft- und ausdrucksvoll beschreibt Heidi Furre was -danach- kommt. Eine Frau überlebt eine Vergewaltigung, schwebt aber dennoch in einem Zwischenraum, aus dem sie wieder herauszukommen versucht. Auf Grund der Ich-Perspektive sieht man sich schnell in der Position der Protagonistin und lässt einen die Auswirkungen auf ihren Alltag miterleben. Dies hat bei mir eine Erinnerung nach der anderen an die Oberfläche geholt. Jegliche Belästigung, jegliche brenzlige Situation, unpassende Kommentare. In keiner Sekunde kam mir die Story aufgesetzt oder unrealistisch vor. Furre musste absichtlich Distanz aufbauen um über die unsägliche Traurigkeit schreiben zu können und so ein ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Folgen und Überlegungen sexuelle Gewalt nach sich ziehen.
Ich habe die ersten Rezensionen zu -Macht- von Heidi Furre gelesen. Es wurde gesagt, die Protagonistin wäre unsympathisch, sie hat einen nicht berührt und das Buch hat nicht gefesselt. Dem muss ich absolut widersprechen. Für mich war klar, dass ihre Gefühle in weiter Ferne sind. Abgespalten seit dem Tag der Vergewaltigung. Keine Hysterie, kein Durchdrehen vor aller Augen. Sie zeigt sich nicht als Opfer. Vielleicht liegt es daran, dass so wenige Zugang finden.
Übersetzung aus dem Norwegischen: Karoline Hippe
Vielen Dank an Dumont Verlag für dieses unglaubliche Rezensionsexemplar. Unbezahlt.
Es gibt da dieses Café, welches neben gutem Kaffee auch Reisen in die Vergangenheit anbietet. Hierzu gibt es strenge Regeln zu beachten.
1. Nur ein bestimmter Platz ist in der Lage dem Gast eine Zeitreise zu gewähren. 2. Wenn man in der Zeit zurückreist, darf man das Café während des Aufenthalts nicht verlassen. 3. Es ist nicht möglich die Gegenwart durch die Zeitreise zu ändern. Was geschehen ist, ist geschehen. 4. Man muss zurückkommen, bevor der Kaffee in der Tasse kalt geworden ist. 5. Es gibt noch einen Punkt – aber den verrate ich nicht!
In vier kurzen Stories erfahren wir, wie vier unterschiedliche Charaktere, deren Geschicke miteinander verbunden sind, eine Zeitreise machen. Eine junge Frau wird in dem Café von ihrem Freund verlassen und möchte in der Vergangenheit die Gelegenheit nutzen etwas Unausgesprochenes zu sagen. Eine Frau möchte ihren dementen Ehemann treffen, bevor er sie vergisst, eine große Schwester möchte sich mit ihrer jüngeren aussöhnen….und eine Reise ist völlig anders als die anderen…und für mich persönlich auch die Schönste. Doch an dieser Stelle erzähle ich nicht weiter um nicht zu spoilern.
Ein wirklich herzerwärmendes, rührendes und doch bittersüßes Buch, welches uns daran erinnern und dazu ermuntern möchte, Chancen nicht verstreichen zu lassen.
Ich habe es auf Englisch gelesen, es gibt aber offenbar bereits eine Deutsche Übersetzung.
“Wie haben wir uns gefunden, dieses Buch und ich? Durch Zufall, wie immer.”
-Die geheimste Erinnerung der Menschen- scheint für Buchmenschen gemacht. Nie ging es mehr um Literatur und ihre Macht uns in ihren Bann zu ziehen, unser Innerstes zu erreichen und ihre Eigenart uns vor so manches Rätsel zu stellen.
Während der junge Senegalese Diégane Latyr Faye in Paris für sein Studium arbeitet, spürt er immer mehr den Drang als Schriftsteller ein großes Werk zu schreiben. Als Diégane Bekanntschaft mit der geheimnisvollen Autorin Sida D. macht, verändert sich alles.
Sie gibt ihm “Das Labyrinth des Unmenschlichen” von T.C. Elimane zu lesen. Elimane wurde seinerzeit als “Schwarzer Rimbaud” bezeichnet, während zeitgleich Rassismus seinen Alltag beherrscht, der zu guter letzt in Plagiatsvorwürfen mündet. Schließlich ist es praktisch ausgeschlossen, dass ein Schwarzer zu solch literarischer Brillanz fähig ist…
Schnell verschwand das Buch aus dem öffentlichen Bewusstsein und auch aus den Regalen. Der Autor scheint mit seinem Werk entschwunden zu sein.
Diégane macht es sich zur Aufgabe T.C. Elimane zu finden, erhofft er sich doch Antworten auf die Frage ob es das eine große Buch gibt, welches alles beinhaltet.
“Große Werke laugen einen immer aus, und das sollen sie auch. Sie nehmen das Überflüssige von uns. Ihre Lektüre macht einen stehts bedürftig. Man ist bereichert, aber bereichert durch Subtraktion.”
Ein unglaublich großartiges, tiefgreifendes Buch! Diese Lektüre hat mich so sehr gefesselt, mich lesen lassen bis mir die Puste ausging, hat mich in Lesepausen beschäftigt…Sätze, Wörter, Botschaften haben mich geflutet. Ein ganz großer Wurf ist hier Mohamed Mbougar Sarr gelungen – kein Wunder, dass er hierfür den Prix Goncourt erhalten hat.