– In My Father’s Den –

– Als das Meer verschwand –

Maurice Gee

In my father’s den ist eine Wucht!

Nach fast 20 Jahren kommt der Kriegsberichterstatter Paul anlässlich der Beerdigung seines Vaters zurück nach Neuseeland zurück.

Er verließ seine Heimat, nachdem sich die Mutter das Leben nahm und trifft seinen Bruder, der inzwischen verheiratet ist und mit seiner Frau Penny einen Sohn hat. Nach der Beerdigung entscheidet er sich zu bleiben und seinem Bruder Andrew mit der Auflösung des Hauses zu helfen.

Beim Durchsuchen der Sachen des Vaters, findet er in einem Atlas das Foto eines Babys, auf dessen Rückseite Celia vermerkt ist. Kurze Zeit später lernt er die 17jährige Celia kennen, deren Mutter Pauls alte Jugendliebe Jackie (Jax) ist.

Paul und Celia schließen Freundschaft, sprechen über das Schreiben und Literatur…

Ab hier möchte ich nichts mehr verraten und kann nur jedem ans Herz legen dieses Buch zu lesen. Leider gibt es hier nur eine englische Ausgabe, erschienen beim Penguin Verlag.

Wer sich das nicht antun möchte/ kann – es gibt eine wahnsinnig gute Verfilmung zu dem Buch mit dem Titel „Als das Meer verschwand“. Großartig gespielt und preisgekrönt. Einer der besten Filme, die ich je gesehen habe!

– Kinderbetreuung in Zeiten des Corona –

Papp Bilderbücher – Ravensburger Kinderbücher

Kinderbetreuung in Zeiten des Corona

Wir sind jetzt schon seit fast 14 Tagen zu Hause, nachdem die Kindergärten geschlossen wurden.

Die Twins halten sich den Umständen entsprechend gut, aber es ist schon eine Herausforderung wieder 24/7 zusammen zu sein.

Meine beiden Mädchen gehen sehr gerne in den Kindergarten und haben schon oft gefragt, wann sie wieder gehen können.

Nichtsdestotrotz versuchen wir das Beste daraus zu machen. Wir lesen viel, puzzlen, malen und basteln. 

Als ich heute ein paar Besorgungen machen musste, bin ich über diese kleinen süßen Bücher aus dem Hause Ravensburger gestolpert.

Nicht nur Teddy hat seine Freude damit! 

  • Ab 18 Monaten
  • Geprüfte Sicherheit
  • Abgerundete Ecken
  • Altersgerechte Themen
  • Illustration: Katja Senner, Text: Sandra Grimm

– Die Kleine Bijou –

Patrick Modiano

Patrick Modiano hat hier wieder einmal einen sehr melancholischen und ruhigen Roman über das Leben im alten, bereits vergangenen Paris geschrieben.

Die Kleine Bijou ist auf der Suche nach ihrer Mutter, sich selbst und nach Liebe. Eine Geschichte die im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird.

Wunderbar lyrische Sprache, auch wenn es meiner Meinung nach nicht sein bester Roman ist.

(Übersetzt aus dem französischen von Peter Handke/ Literaturnobelpreisträger 2019)

– Vom Ende der Einsamkeit –

Benedict Wells

Bevor ich im Blogbeitrag über die Lesung von Benedict Wells vom 10.03.2020 im Regensburger Stadttheater berichte, dachte ich mir ich poste erstmal die Rezension, die ich vor 2 Jahren geschrieben habe, nachdem ich „Vom Ende der Einsamkeit“ gelesen habe. 

Damals gab es den Blog noch nicht, aber das Buch hat mich so begeistert, dass ich auf Facebook folgenden Text veröffentlicht habe:

Wir sprechen hier von einer wunderbar sentimentalen Geschichte von Freundschaft und Liebe, Tod und Leben…

Von der ersten Seite an kann man eintauchen in die Welt der Protagonisten und erlebt mit ihnen Etappen ihres Lebens.
Ohne Kitsch und Schmalz wird hier das Leben zweier Menschen erzählt, die immer auch ihr eigenes Päckchen zu tragen haben.

Ich war begeistert von der Sprache und dem Tiefsinn. Immer wieder beleuchtet man sein eigenes Leben, den Sinn darin und denkt über das Gelesene nach.

Ich habe das Buch auf 3 Tage gelesen. Mit Zwillingen hat man recht wenig Zeit dazu, aber ich habe jede freie Minute genutzt und hatte es immer dabei um weiterzulesen.

Hier zwei Zitate, die für mich besonders herausstechen.
Wenn ich schreiben könnte, hätte ich es nicht besser ausdrücken können:

„Ich hob unsere Tochter aus dem Bett. Noch immer ein überwältigendes Gefühl, eines der Babys im Arm zu halten. Als leuchtete der hellste Teil von mir nicht mehr in mir selbst, sondern in ihnen.“ (mein absoluter Favorit…er spricht mir direkt aus der Seele ❤ )

“Wir sind von Geburt an auf der Titanic. Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen, oder ob wir wie die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt.”

– InternationalWomensDay –

#autorinnenschuber

Ich wünsche allen Frauen einen wundervollen „Internationalen Frauentag“!

Der Internationale FrauentagWeltfrauentagFrauenkampftagInternationaler Frauenkampftag oder kurz Frauentag ist ein Welttag, der am 8. März begangen wird. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen und fand erstmals am 19. März 1911 statt. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. Die Vereinten Nationen erkoren ihn 1975 als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus und richteten erstmals zum Internationalen Frauentag am 8. März eine Feier aus. Vom 19. Juni bis zum 2. Juli 1975 wurde in Mexiko-Stadt die erste UN-Weltfrauenkonferenzabgehalten. Auf das Internationale Jahr der Frau 1975 folgte 1976–1985 die UN-Dekade der Frau.

Quelle: Wikipedia

Leider wird den Frauen an dem einen Tag des Jahres gratuliert und Aufmerksamkeit geschenkt, doch was ist mit den restlichen 364 Tagen des Jahres? Da werden Frauen weiterhin klein gehalten, beiseite gedrängt und mundtot gemacht.

Noch immer werden viele Lebensbereiche zu stark von Männern dominiert und Frauen benachteiligt. Deswegen dürfen wir uns nicht nur auf diesem einen Tag ausruhen, sondern müssen immer und immer wieder für die gleichen Rechte eintreten und keine Angst davor haben sie uns auch zu nehmen!

Wir müssen uns noch viel stärker gegen alte und verkrustete Strukturen auflehnen und uns Gehör verschaffen. Vernetzt Euch, helft einander und bringt Euch gegenseitig voran!

Zum Hashtag #autorinnenschuber habe ich eine kleine Auswahl meiner Lieblingsautorinnen online gestellt. (Siehe Bild)

  • Janet Frame
  • Toni Morrison
  • Ayelet Gundar-Goshen
  • Elizabeth Strout
  • Lily Brett
  • Joan Didion

Und es gibt noch so viel mehr! Oft verstecken sich Autorinnen hinter männlichen Pseudonymen, weil sie unter ihrem Namen weniger Bücher verkaufen würden. In vielen Köpfen herrscht noch immer die falsche Vorstellung, dass Frauen nicht imstande wären anspruchsvolle Literatur hervorzubringen.

Man muss sich dieser Tatsache einmal bewusst werden, sie hinterfragen und diesen Umstand ändern.

– Bobo Siebenschläfer –

Rowohlt Kinderbücher

Das sind kurze und liebevolle Geschichten für zwischendurch. Der kleine Bobo hat immer sehr viel Spaß mit Mama, Papa und den Großeltern.

Kurz und knackig. Besonders gut geeignet für kleine Menschen ab 1,5/2 Jahren.

Nicht vergessen – immer schön langsam vorlesen!

– Alles, was geschieht, hat seinen Grund –

Arantza Portabales

Von Lügen und Wahrheiten und Dingen, über die nie geredet wurde, die aber geschehen sind.

Carmela

„Alles, was geschieht, hat seinen Grund“ handelt von 4 Frauen deren Leben sich an einem Wendepunkt befinden. Pro Kapitel wechseln sich folgende Protagonistinnen ab:

Marina: Sie wurde von ihrem Mann verlassen und beginnt ihren Kummer wie auch ihre Gedanken über das Leben und ihre Ehe auf seine Mailbox zu sprechen.

Carmela: Witwe sowie Mutter von Manuel, der bei Ärzte ohne Grenzen im Ausland behandelt, erhält eine Krebsdiagnose und spricht ihm in seiner Abwesenheit auf den Anrufbeantworter, um ihn vorzubereiten und noch letzte wichtige Dinge mitzuteilen.

Sara: Die Sitzungen mit ihrem Therapeuten finden auf ebenso seltsame Weise statt. Er therapiert sie per Mail und sie beantwortet seine Fragen indem sie ihm aufs Band spricht.

Viviana: Ihren Kummer und ihre Geheimnisse vertraut sie ihrem Vater ebenfalls per Anrufbeantworter an.


Ich muss gestehen, dass mich das Buch regelrecht umgehauen hat! Was für ein fantastisches und ergreifendes Leseerlebnis!

Innerhalb zweier Tage habe ich es verschlungen und wollte es kaum aus der Hand legen. Das mag wohl auch an der flüssigen Erzählform liegen. Portabales schreibt pro Frau höchstens 3 Seiten kurze Kapitel, was in einem gleich das Gefühl einer Art „Bandansage“ aufkommen lässt. Dies hat mich sehr leicht durch die Geschichte gleiten lassen.

Die Autorin entfaltet Schicht für Schicht das Seelenleben jeder einzelnen Frau und verknüpft im Verlauf der Geschichte ihre Schicksale miteinander. Jeder Charakter erschien mir wohl durchdacht und authentisch. Die wundervolle Sprache, derer sich Portabales bedient, ist durchdrungen von kraftvoller Nüchternheit, Sehnsüchten und Hoffnung.

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Klare Leseempfehlung!

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