– Das Hotel New Hampshire –

John Irving

Wieder einmal ein typischer John Irving.

Dieses Buch ist voller skurriler Begebenheiten, kunterbunten Figuren und einer bewegenden Familiengeschichte.

Gewohnt ironisch und verzerrt überzeichnet Irving gesellschaftliche Themen und Tabus, schreibt über Homosexualität, Verlust, starke Frauen und erschafft dadurch die bizarren Geschichten, für die er bekannt ist.

Bei seinen Werken scheiden sich die Geister. Auch in dieser Leserunde bei #diogenesbacklistlesen (Facebook) gab es zwei Fraktionen – diejenigen, die begeistert sind und jene, die das Buch abgebrochen haben. Aber auch eine Menge verschiedener Meinungen dazwischen.

Frühkindliche Leseförderung

Aktuelle Zahlen

Das sind erschreckende Zahlen:

Laut aktueller Studie, die am 01. November 2019 in Berlin vorgestellt wurde, lesen vor allem Eltern mit formal niedriger Bildung zu selten oder nie vor (51 Prozent), genauso wie Eltern, die einen Migrationshintergrund haben.

Kindern wird ebenfalls tendenziell zu wenig vorgelesen, wenn die Familie in einer Großstadt lebt, die Kinder viele Geschwister haben und das Haushaltseinkommen niedrig ist.

Die Vorlesestudie 2019 hat zudem herausgefunden, dass berufstätige Mütter mehr vorlesen als nicht berufstätige. Im Vergleich lesen 27 Prozent berufstätiger Mütter zu selten vor, bei den nicht berufstätigen sind es 39 Prozent.

Die Erklärung der Studie: Berufstätige Mütter haben zwar stärker begrenzte Zeiten mit ihrer Familie bzw. ihren Kindern, sie nutzen diese Zeiten aber gezielter und intensiver.

Übrigens: Väter sind weiterhin Vorlesemuffel. 58 Prozent von ihnen lesen selten oder nie vor.

Quelle: ZDF Heute – Vorlesen 2019 https://www.zdf.de/nachrichten/heute/vorlesestudie-2019-warum-vorlesen-mehr-als-vor-lesen-ist-100.html

– Die Taube –

Patrick Süskind

„Die Taube“ von Patrick Süskind ist ein so wundervolles Buch!

In einer Novelle verpackt er die Geschichte von Jonathan Noel, der sich seit zwei schweren Schicksalsschlägen völlig isoliert und ein Leben ohne großen Inhalt fristet.

Als plötzlich eine Taube auftaucht und ihn samt seiner Lebensweise völlig aus der Bahn wirft.

Wundervolle Sprache, tolle Geschichte. Klare Leseempfehlung!

#alltimefavourites

Kinderbücher

Perfekt für alle Bücherwürmer, die auch schon Kinder haben!

Tipp: Ihr könnt schon von Geburt an vorlesen.

Natürlich verstehen die Kleinen inhaltlich nichts zu Anfang, also macht Euch keine Gedanken darüber. Es geht lediglich darum langsam und deutlich vorzulesen, in ruhiger Atmosphäre.

Hier ein paar wichtige Infos über die positiven Auswirkung: Aktuelle Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus aller Welt zeigen, wie wichtig das Vorlesen und der selbstverständliche Umgang mit Büchern ist.

  • Es fördert die frühkindliche Bildung und die späteren Lesefähigkeiten
  • Ein wichtiger Punkt in der allgemeinen Entwicklung
  • Sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Stärkung sozialer Kompetenzen
  • Wahrnehmung von Lebensbereichen außerhalb – das bedeutet alles drum herum und nicht nur das persönliche Umfeld

Also schnappt Euch ein Buch und erzählt eine Geschichte!

(Bücher im Bild: Ravensburger Verlag „Wenn kleine Hasen Aua haben“/ „Ich hab Dich lieb kleine Maus“, Öttinger Verlag „Wer knuffelt mit Paulchen?“/ „Mats&Frida“)

– Auf dem Maniototo –

Janet Frame

Durch das Stöbern in anderen Bücherblogs auf Instagram, habe ich zufällig bei einer Kollegin eine Empfehlung für „Auf dem Maniototo“ von Janet Frame ausgesprochen, weil es ganz grundlegende Fragen der Literatur behandelt wie:

„Was darf ein Schriftsteller alles schreiben, ausdrücken?“, „Reicht ein Wort oder ein Satz?“, „Was darf er/sie alles mit den Romanfiguren machen?“

Danach habe ich das Buch nochmal selbst in die Hand genommen und darin geblättert. Ein ganz wundervolles Buch, welches jedem eine einzigartige Geschichte verspricht.

Die Autorin erzählt die Geschichte einer Witwe, Klatschtante, Schriftstellerin und und und…Alles Gestalten einer einzigen Person. Wir müssen beim Lesen immer im Gedächtnis behalten, wer Janet Frame war. Selbst zweifache Witwe, lebte und schrieb sie in Neuseeland, besuchte einen Freund in den USA…

Janet Frame gehört zu den ganz Großen.

– Der kleine Prinz –

Antoine De Saint – Exupéry

Als meine Zwillinge im Januar 2017 per Notkaiserschnitt 11 Wochen früher zur Welt kommen mussten, war das natürlich eine schwere Zeit.

Die ersten Wochen mussten sie in Inkubatoren/ Brutkästen verbringen und besonders als Mutter ist das eine schier unerträgliche Situation.

Ich saß anfangs wirklich ratlos vor diesen Kästen, in denen die Mädchen kämpften und wusste eigentlich nicht so recht was ich zu ihnen sagen sollte.

Also begann ich ihnen vorzulesen.

Das erste Buch mit dem meine Kinder in Kontakt kamen, war der Klassiker schlechthin. Aber auch die anderen Eltern, das Pflegepersonal und sogar auch der/die ein oder andere Kinderarzt/-ärztin haben gelauscht.

Ein Buch für kleine und große Menschen!

– Tage des Verlassen-werdens –

Elena Ferrante

Elena Ferrante habe ich durch den ersten Band „Meine geniale Freundin“ ihrer neapolitanischen Saga für mich entdeckt. Seitdem fieberte ich jedem der restlichen drei Bände entgegen.

Tage des Verlassen-werdens beschäftigt sich mit der zweifachen Mutter Olga, die denkt sie würde ein glückliches Familienleben in Turin leben, bis ihr Ehemann sich unvermittelt von ihr trennt.

Ab diesem Zeitpunkt ist Olgas Welt völlig aus den Fugen geraten.

Wortgewaltig und mit einer bestechenden Klarheit beschreibt Elena Ferrante hier eine Frau/Mutter, die aus ihrer vermeintlichen Idylle gerissen wurde und vor den Trümmern ihrer Ehe steht.

Ich habe es geliebt! Klare Leseempfehlung!

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