– Bobo Siebenschläfer –

Rowohlt Kinderbücher

Das sind kurze und liebevolle Geschichten für zwischendurch. Der kleine Bobo hat immer sehr viel Spaß mit Mama, Papa und den Großeltern.

Kurz und knackig. Besonders gut geeignet für kleine Menschen ab 1,5/2 Jahren.

Nicht vergessen – immer schön langsam vorlesen!

– Alles, was geschieht, hat seinen Grund –

Arantza Portabales

Von Lügen und Wahrheiten und Dingen, über die nie geredet wurde, die aber geschehen sind.

Carmela

„Alles, was geschieht, hat seinen Grund“ handelt von 4 Frauen deren Leben sich an einem Wendepunkt befinden. Pro Kapitel wechseln sich folgende Protagonistinnen ab:

Marina: Sie wurde von ihrem Mann verlassen und beginnt ihren Kummer wie auch ihre Gedanken über das Leben und ihre Ehe auf seine Mailbox zu sprechen.

Carmela: Witwe sowie Mutter von Manuel, der bei Ärzte ohne Grenzen im Ausland behandelt, erhält eine Krebsdiagnose und spricht ihm in seiner Abwesenheit auf den Anrufbeantworter, um ihn vorzubereiten und noch letzte wichtige Dinge mitzuteilen.

Sara: Die Sitzungen mit ihrem Therapeuten finden auf ebenso seltsame Weise statt. Er therapiert sie per Mail und sie beantwortet seine Fragen indem sie ihm aufs Band spricht.

Viviana: Ihren Kummer und ihre Geheimnisse vertraut sie ihrem Vater ebenfalls per Anrufbeantworter an.


Ich muss gestehen, dass mich das Buch regelrecht umgehauen hat! Was für ein fantastisches und ergreifendes Leseerlebnis!

Innerhalb zweier Tage habe ich es verschlungen und wollte es kaum aus der Hand legen. Das mag wohl auch an der flüssigen Erzählform liegen. Portabales schreibt pro Frau höchstens 3 Seiten kurze Kapitel, was in einem gleich das Gefühl einer Art „Bandansage“ aufkommen lässt. Dies hat mich sehr leicht durch die Geschichte gleiten lassen.

Die Autorin entfaltet Schicht für Schicht das Seelenleben jeder einzelnen Frau und verknüpft im Verlauf der Geschichte ihre Schicksale miteinander. Jeder Charakter erschien mir wohl durchdacht und authentisch. Die wundervolle Sprache, derer sich Portabales bedient, ist durchdrungen von kraftvoller Nüchternheit, Sehnsüchten und Hoffnung.

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Klare Leseempfehlung!

Gastartikel // Über Bücher zu bloggen bringt zwar kaum Geld, doch berufliche Chancen — Book Broker

„Bisher kann kein einziger Buchblogger von seiner Arbeit leben. Entwicklungen zu einer Monetarisierung von Literatur-Blogs oder Buch-Podcasts werden seit Jahren prognostiziert, sind jedoch nicht abzusehen.“ So formuliert Miriam Zeh das Fazit zur Litblog-Convention 2019 in Köln und trifft dabei einen Nerv. Während Influencer aus anderen Branchen bereits selbstständig tätig sind, ist dies den meisten BuchbloggerInnen […]

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– Verfall und Untergang –

Evelyn Waugh

Passend zu unseren „Twenties“ haben wir in der Lesegruppe (#diogenesbacklistlesen/ Facebook) etwas aus den letzten 20er Jahren gelesen.

Es wurden folgende Adjektive in den Diskussionsbeiträgen verwendet:

  • skurril
  • überdreht
  • überspitzt
  • aktuell
  • sensationsgierig
  • irre
  • wie im Rausch
  • satirisch
  • absurd
  • nüchtern
  • abgebrüht
  • versnobt
  • selbstbezogen
  • oberflächlich
  • bissig

Ich zitiere: „Satire auf den englischen Snobismus mit ernsten Einschüben.“

Liest sich in einem Rutsch wunderbar weg und ist etwas solides für zwischendurch.

– Rückkehr nach Old Buckram –

Phillip Lewis

Rückkehr nach Old Buckram ist ein ganz besonderes Buch.

Sehr langsam führt der Autor den Leser an die Geschichte heran und offenbart erst zum Ende hin das Ausmaß des Familiendramas.

Der Roman ist gefüllt mit der Liebe zu Literatur und zur Schriftstellerei. All dies erfahren wir durch die Lebensgeschichte des jungen Henry und der schwierigen Beziehung zu seinem Autorenvater, die es aufzuarbeiten gilt.

Eine Geschichte über Einsamkeit der Menschen und die Probleme des Lebens, angesiedelt in den Bergen North Carolinas.

Viel mehr möchte ich gar nicht verraten. Unbedingt lesen und genießen!

(Danke an RandomHouse für das Rezensionsexemplar)

– Wolfsinsel –

Lajla Rolstad

Die depressive, norwegische Autorin Lajla Rolstadt überwintert auf einer einsamen Insel in Kanada, während sie auf Hütten aufpasst und die Wildnis direkt vor der Haustür hat – und das alles mutterseelenallein, bis auf ein paar Wölfe, die bei Ebbe hin und wieder auf die Insel kommen.

Der nächste Laden ist eine Stunde Fußmarsch entfernt, die Nachbarn mit zwei Stunden Autofahrt noch weiter weg.

Zwischen Hausmeistertätigkeiten und dem Winter Kanadas, bleibt unter anderem Zeit für Freundschaften, Festivals und sogar schreckliche Beziehungen, die dann über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt sind.

In ruhigen, poetischen Worten beschreibt die Autorin hier Selbstfindung und Therapie á la Survival-Trip.

Ein wenig monoton wird es auf Dauer schon, doch die Natur- und Wildnisbeschreibungen sind ein wahrer Genuss und lassen einen über gewisse Längen in der Erzählung hinwegsehen.

(Vielen Dank an RandomHouse für das Rezensionsexemplar)

– Die Kakerlake –

Ian McEwan

Eine Kakerlake findet sich eines Morgens in einen Menschen verwandelt. Und nicht nur in irgendeinen, sondern in den Premierminister Großbritanniens!

Bei den Amtsgeschäften in der Downing Street, erkennt er in den Politikerkreisen seine Artgenossen und so nimmt die Satire ihren Lauf.

McEwan findet in diesem Buch seinen Weg den Brexit zu kommentieren. Johnson, Trump sowie andere sind deutlich zu erkennen und werden hier auf den Punkt gezeichnet.

Die Parallelen zur aktuellen Thematik und den Persönlichkeiten ließe einen laut auflachen, wenn es nicht so bitter und nah an der Realität wäre.

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