– Die Freiheit einer Frau –

Édouard Louis “Ich finde nicht die Worte, um es zu erklären, aber alles auf diesem Abzug, in ihrer Haltung, in ihrem Blick, im Schwung ihrer Haare erzeugt den Eindruck von Freiheit, die unendlich vielen Möglichkeiten vor sich, und vielleicht, auch, das Glück. Ich glaube, ich hatte vergessen, dass sie vor meiner Geburt frei war —„– Die Freiheit einer Frau –“ weiterlesen

– Das Leben wartet nicht –

Marco Balzano Die Geschichte, die Ninetto uns erzählt, beginnt im Gefängnis. Die Strafe betrug 10 Jahre. Er nutzt die Haftzeit um seine bisherige Lebensgeschichte Revue passieren zu lassen und macht nach Entlassung damit weiter. Seine Erinnerungen führen uns in das Sizilien der 50er Jahre, wo es viel Hunger und nur wenig Arbeit gibt. Zu wenig„– Das Leben wartet nicht –“ weiterlesen

– Eine hellere Sonne –

Samuel Selvon Lust auf ein bisschen Karibik? Dann kann ich Euch diesen speziellen Roman aus der Feder von Samuel Selvon empfehlen. Im Trinidad der Vierzigerjahre wird der junge Inder Tiger von seinen Eltern verheiratet. Sowohl vom Leben als auch von der Ehe hat er wenig bis keine Ahnung. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, hat Tiger anfangs„– Eine hellere Sonne –“ weiterlesen

– Kleine Fluchten –

Carole Fives Das nächste Buch in diesem Frühjahr, welches mit einem gesellschaftlichen Tabuthema bricht: Eine alleinerziehende Mutter, die völlig erschöpft ist und stoisch versucht die Mutterrolle zu erfüllen. In „Kleine Fluchten“ geht es um die namenlose Protagonistin, die nur noch in ihrer Funktion als Mutter Beachtung erfährt und darauf reduziert wird. Allein gelassen mit allen„– Kleine Fluchten –“ weiterlesen

– Der gefrorene Himmel –

Richard Wagamese „Sie kommen auf verschiedenen Wegen, diese Zhaunagush“, sagte sie. „Ihre Reden und ihre Geschichten können dich genauso schnell wegschaffen wie ihre Boote.“ Als Kind hatte ich also Angst vor den Weißen. Wie sich zeigte, mit gutem Grund. Die Handlung des preisgekrönten Romans „Der gefrorene Himmel“ von Richard Wagamese dreht sich um Saul Indian„– Der gefrorene Himmel –“ weiterlesen

– Der Klang der Wälder –

Natsu Miyashita „In gewisser Weise konnte ich jedoch nachvollziehen, dass Astronomie und Musik als Matrix der Welt galten. Man extrahiert aus dem unendlichen Sternenmeer einige wenige Exemplare, um sie in eine umrissene Form zu bringen. Beim Stimmen ist es ähnlich. Man erwählt schöne Dinge aus dem Gesamtgefüge der Welt, wo sie sich im aufgelösten Zustand„– Der Klang der Wälder –“ weiterlesen

– Im Wasser sind wir schwerelos –

Tomasz Jedrowski „Die ganze Zeit hatte ich dich fragen wollen, ob du sie liebst. Es war das Einzige, was ich bereute, nie gefragt zu haben. Inzwischen ist mir klar, dass es nie wichtig war. Denn du hattest recht mit deiner Bemerkung, dass Menschen uns nicht immer geben können, was wir von ihnen möchten; dass man„– Im Wasser sind wir schwerelos –“ weiterlesen