– Schwindende Welt –

Sayaka Murata

-Schwindende Welt- von Sayaka Murata ist ein einziges WTF-Erlebnis!

Mit ihrer unverkennbaren literarischen Handschrift, hat Sayaka Murata noch vor -Die Ladenhüterin- und -Das Seidenraupenzimmer- einen schockierenden, grenzüberschreitenden Roman geschrieben, der nun endlich auch ins Deutsche übersetzt wurde.

Die Protagonistin Amane lebt in einer Zeit, in der es zur Norm gehört, dass Ehen nur noch Zweckgemeinschaften ohne jegliche Romantik sind. Liebe existiert, wird aber völlig neu gelebt…Gefühle hegt man für Freunde, Idole und Animecharaktere.
Es ist völlig normal auch neben der Ehepartner, Beziehungen zu pflegen, jedoch wird Sex von der Gesellschaft als abartig und inzestiös abgelehnt, was zu einer Art kollektiven Asexualität geführt hat.

Dies hat sich über die Zeit entwickelt, nachdem die Medizin extreme Fortschritte gemacht hat und nun auch Männer durch eine künstliche Gebärmutter Kinder austragen können. Befruchtung findet nur noch künstlich statt – alles andere wäre pervers.

Im Verlauf der Geschichte gehen Amane und ihr Mann noch einen Schritt weiter. Sie ziehen in die Stadt Experimenta, in der Kinder per Bescheid unter ärztlicher Aufsicht gezeugt werden und nach der Geburt der Gesellschaft überlassen werden, in der alle Mitwirkenden “Mutter” genannt werden. 

“Hier hätschelte man Menschenkinder wie Zicklein im Streichelzoo und ging dann fröhlich und frei, ohne Verantwortung zu übernehmen, allein nach Hause.”

Einfach crazy – für Kenner ein durchaus typischer Murata und deswegen schon ein Muss! Für Leser:innen, die noch keines ihrer Bücher gelesen haben, ist es mit Sicherheit ein Schock.
Sayaka Murata spielt gekonnt mit moralischen Vorstellungen und treibt einen bis ans Äußerste. 
Wie in allen Romanen, die ich von ihr gelesen habe, zieht sich das Thema Normalität durch die Handlung und wird von ihr seziert, auseinandergenommen und ganz neu gedacht.

Übersetzung: Ursula Gräfe
Erschienen bei: @aufbau_verlage [unbezahlt|selbstgekauft]

– Zwischen uns liegt August –

Fikri Anil Altıntaş

Heute Morgen um 05:30 Uhr habe ich die letzten Seiten von Fikri Anil Altıntaş -Zwischen uns liegt August- mit Tränen in den Augen gelesen.

Eine zutiefst berührende Geschichte über die Liebe eines Sohnes für seine sterbende Mutter.

Anils Mutter hat Bauchspeicheldrüsenkrebs und auch wenn es niemand offen ausspricht, so ist doch allen schmerzlich bewusst, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Lange hat er versucht der Realität aus dem Weg zu gehen, doch der Zustand seiner Mutter ist ernst, die Schmerzen werden schlimmer, die Wachphasen immer kürzer, ihr Körper kann nicht mehr viel länger mitmachen.

Niemand kann mehr die Augen davor verschließen, was schon bald geschehen wird.

Während er seiner Mutter in den letzten Momenten beisteht, sie bei Arztbesuchen begleitet, mit ihr ein Familienessen vorbereitet und auf den Vater und seine Schwester mit Familie wartet, geht er in Gedanken ihr Lebenswerk in der Familiengeschichte durch, welche Rassismuserfahrungen die Familie über die Jahre geprägt haben und wie es sich anfühlt in zwei Ländern beheimatet zu sein.

In der zweiten Perspektive des Buches befinden wir uns in Aydın der 70er Jahre, in denen die junge Mürüvvet (Anils Mutter) politisch interessiert den Wahlkampf verfolgt, für ihre Prüfungen lernt, von einem eigenen Auto träumt. Ihr Vater, der Gastarbeiter in Deutschland ist, kommt nur einmal im Jahr für ein paar Wochen nach Hause. Die Hoffnung auf einen politischen Umbruch im Land, lässt Mürüvvet und ihre beste Freundin Efsun Pläne schmieden. Umso größer ist der Schock und die Verzweiflung Mürüvvets, als ihr Vater ihr mitteilt, dass er vorhat ihre Mutter, ihre Brüder und sie schon nächsten Januar zu sich nach Deutschland zu holen.

Was für ein mitreissender, hoch berührender Roman über Abschied, Trauer und von der Suche nach Zugehörigkeit, dem fast unmöglichen Versuch sich ein Leben, zerrissen zwischen Deutschland und der Türkei, aufzubauen.

Kapitel für Kapitel habe ich die bittersüß schmerzlichen Worte in mich aufgesogen, mit blutendem Herz und Kloß im Hals, war ich Teil dieser Familie, in der so vieles ungetan und ungesagt blieb. Fikri Anil Altıntaş lässt einen -alles- fühlen und das ist es, was wir alle brauchen.



Erschienen bei C.H. Beck

[unbezahlt|selbstgekauft]

– Schwebende Lasten –

Annett Gröschner

-Schwebende Lasten- von Annett Gröschner erzählt vom Leben der Hanna Krause, deren Geschichte sich über viele Jahrzehnte erstreckt und in Magdeburg angelegt ist.

Verwaist und unter den Halbgeschwistern als kostenlose Hilfskraft und Babysitterin herumgereicht, wird sie Blumenbinderin. Obwohl ihr ihre Schwester davon abrät, sich auf den in ihren Augen nichtsnutzigen Karl einzulassen, heiratet Hanna ihn trotzdem.

Auch wenn es zwickt, muss sich Hanna schon bald eingestehen, dass die Schwestern nicht unrecht hatten. Karls Arbeitseinstellung lässt zu wünschen übrig und er muss immer wieder angetrieben werden. Um sich trotz seiner fehlenden Ambitionen als ganzer Mann zu fühlen, schwängert Karl Hanna immer wieder. Hanna gebiert nach Abzug von Fehlgeburten und Abtreibungen durch Engelmacherinnen insgesamt sechs Kinder.

Hanna hingegen geht in ihrer Arbeit als Floristin auf, jedoch kommt sie aus den Schulden nicht raus, denn ihr eigener Laden im Knattergebirge bringt zu wenig ein. Der zweite Weltkrieg besiegelt das Schicksal des Blumenladens und auch die Leben zweier ihrer sechs Kinder. Ein Verlust, den Hanna bis an ihr Lebensende nicht überwinden wird.

Doch sie gibt nicht auf. Nach Kriegsende lässt sich Hanna in der DDR als Kranführerin ausbilden und findet in einem ganz anderen Berufsfeld ein wenig Zufriedenheit. Die Liebe zu Blumen wird sie dennoch niemals verlieren.

Fazit: Es ist ein gutes Buch, welches mich zu Teilen unterhalten hat, jedoch bleibt es unter meinen Erwartungen, die zahlreiche Besprechungen und Empfehlungen in mir geweckt haben. Die Stärke der Protagonistin habe ich definitiv gespürt – Hanna ist eine Kämpferin. Doch im Großen und Ganzen hat mich das Buch auf emotionaler Ebene nicht erreicht. Die einzig heftige Emotion, die es ausgelöst hat, war meine Wut auf Karl, dessen verkrüppeltes Selbstwertgefühl das Leben von Hanna noch zusätzlich erschwert hat.

Ich habe oft von der wunderbaren, fast poetischen Sprache gehört, die ich aber hier überhaupt nicht bemerkt habe. Vielmehr kam es mir eher wie ein nüchterner Bericht unterschiedlicher Lebensabschnitte einer Frau vor.

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025
Erschienen bei @c.h.beckliteratur
[unbezahlt|selbstgekauft]

– Die Ausweichschule –

Kaleb Erdmann

-Die Ausweichschule- von Kaleb Erdmann ist ein respektvolles Herantasten an ein sensibles, schweres Thema und die Aufarbeitung von Traumata in einem genreübergreifenden, autofiktionalen Format.

Erdmann war 11 Jahre alt und Schüler am Gutenberg Gymnasium in Erfurt, als ein Amokläufer am 26. April 2002 die Schule stürmte und elf Lehrer, eine Referendarin, eine Sekretärin, zwei Schüler, einen Polizisten und letztendlich sich selbst erschossen hat.
Ebenso wie er, erlebt auch sein gleichaltriger Ich-Erzähler die unvorstellbaren Ereignisse, die ihn trotz Therapie noch 20 Jahre später beschäftigen und ihn an seinen Erinnerungen zweifeln lassen.
Als Schriftsteller versucht er sich der Thematik literarisch zu nähern, liest hierzu Berichte über den Tathergang, Interviews, Zeitungsberichte, füllt Lücken im eigenen Kopf und zählt auf Gespräche mit einem Dramatiker, der einen Amoklauf als Stück auf der Bühne produzieren möchte.

Da das Gutenberg Gymnasium nach dem Anschlag kernsaniert wird, werden die Schüler*innen in die Ausweichschule Herrenberg verlegt.
Während der Ich-Erzähler die Erinnerungen zu Papier bringt, setzt er sich immer wieder mit der Schuldfrage sowie Verantwortlichkeiten auseinander und reflektiert wie weit er sich die Geschichte zu eigen machen darf, ja gar wie sehr es vertretbar ist sich dieser schriftstellerisch zu bemächtigen, ohne das Andenken der Toten und den Schmerz der Angehörigen zu beschmutzen.

Es wundert mich überhaupt nicht, dass -Die Ausweichschule- in aller Munde und für den Deutschen Buchpreis nominiert ist.
Kaleb Erdmann hat einen eindrücklichen Text über den Umgang mit Trauma und Trauer in der Literatur, dem Nacherzählen geschrieben.
Gleichzeitig beklemmend, sensibel und oft erstaunlich leicht trotz der Schwere, schafft er es das Thema nicht reisserisch auszuschlachten, sieht von Schuldzuweisungen ab und schafft Räume in denen auch heute noch Aufarbeitung für Hinterbliebene möglich wird, selbst wenn die Erinnerungen im gesellschaftlichen Gedächtnis bereits tief vergraben scheinen.

Ich war Anfang 20 als der Amoklauf von Erfurt geschah und kann mich schwach erinnern an Interviews, Nachrichten und als Zockerin an die damalige Egoshooter-Diskussion. Jedoch konnte ich sehr schnell wieder meine Erinnerungen anzapfen und war beim Lesen Seite für Seite tief bewegt.
Wie es der Zufall so will, arbeite ich mit einem junge Kollegen zusammen, der aus Erfurt stammt. Im Gespräch über Erdmanns Roman und die literarische Annäherung an den Amoklauf, konnte ich sehen wie sich etwas in seinem Gesicht veränderte. Ich weiß nicht ob ihm dies selbst bewusst war. Er wurde erst nach 2002 geboren, jedoch ist der Amoklauf bis heute im Erfurter Bewusstsein fest verankert. Die schmerzhafte Geschichte ist nach wie vor präsent, das kernsanierte Gutenberg Gymnasium gilt mittlerweile wieder als gute Schule. Jährlich hört man als Zeichen der Anteilnahme und zum Gedenken an die Opfer am 26. April in Erfurt Glockengeläut.

Das Buch bringe ich ihm heute mit. Er möchte es lesen.

Erschienen bei ParkxUllstein
[unbezahlt|selbstgekauft]

– Die Verdorbenen –

Michael Köhlmeier

Johann studiert in Marburg der Siebziger, jobbt und steuert durch seinen Alltag. Irgendwann lernt er Christiane kennen, die schon immer mit Tommi zusammen ist, diesen aber endlich verlassen möchte. Hierzu möchte sie bei Johann, oder vielmehr Gianni wie sie ihn nennt, einziehen.

Johann lässt sich darauf ein, jedoch ohne  sichtliche Gefühlsregung. Auch Christianes Motive scheinen nicht ganz eindeutig zu sein. Irgendwann steht auch noch Tommi vor der Tür und zieht letztendlich mit ein, was letztendlich in einer Dreiecksbeziehung mündet.

Eine intensive, düstere Geschichte, die mich irritiert hat.

Michael Köhlmeier bearbeitet in seinem Roman Themen wie Abhängigkeit, Sehnsüchte und Moral, jedoch ohne eine ergänzende Erklärung weshalb ich mich ein wenig sitzengelassen fühle. Sprachlich sehr sachlich, ähnlich emotionslos wie die Protagonisten, deren Entscheidungen man oft nicht nachvollziehen kann.

Ein literarisch anspruchsvolles, gefühlt unergründliches Stück Literatur.

Erschienen bei Hanser. [unbezahlt | selbstgekauft]

– Botanik des Wahnsinns –

Leon Engler

Dem Wahnsinn entfliehen…

Ein junger Mann versucht dies unter großer Angst, denn psychische Krankheiten, Sucht und Todessehnsucht liegt über mehrere Generationen sowohl mütter- als auch väterlicherseits in seinen Genen.

“Aber wenn ich eines in meinem Studium gelernt habe, dann, dass die Seele eine vage Idee ist. Sie entwischt dem menschlichen Wunsch nach Eindeutigkeit immerzu.”

Doch egal wohin ihn seine Flucht führt – New York, Paris und letztendlich Wien…es gibt kein Entkommen.
Seine Wurzeln, die Kindheit, geprägt durch die Suizidversuche seiner schizoiden Großmutter, den Alkoholismus seiner Mutter, die Depressionen des einsiedlerischen Vaters lassen ihn im Erwachsenenalter nirgends Fuß fassen.

“In der Ratlosigkeit begegnen wir einander. Dort wird es interessant, existenziell. Auch ich habe keine Gebrauchsanweisung fürs Leben.”

Und am Ende landet er doch in der Psychatrie, jedoch als Psychologe um so seiner Familiengeschichte auf den Grund zu gehen und seine eigene Akte zu erstellen.

“In Deutschland ist jeder Achtzigste abhängig, las ich später. Geschichten wie diese spielen sich so oder so ähnlich in jeder Straße ab.”

Fazit: Ein Roman ganz nach meinem Geschmack! Das es sich hierbei um ein Debüt handelt merkt man nicht! Vielmehr erkennt man ein großartiges Gespür für Selbstironie, Beobachtungsgabe und Empathie.
Leon Engler lässt seinen Protagonisten durch mehrere Generationen an genetischer Vorbelastung das eigene Verhalten erspüren und reflektieren. Hierzu bedient er sich einer ruhigen, authentischen und äußerst gewählten Sprache.
Gelungen und literarisch!

[unbezahlt | Rezensionsexemplar] vielen Dank @dumontbuchverlag für die Bereitstellung 

– Evil Eye –

Etaf Rum

Yara, Ehefrau und Mutter zweier Kinder, führt ein gutes Leben.

In ihrem Job betreut sie den Social Media Auftritt der Universität bei der sie auch als Dozentin einen Einführungskurs hält.

Ihrem Ehemann Fadi ist sie eine treue, fürsorgliche Ehefrau und sie ist stolz darauf, dass sie sich trotz ihres familiären palästinensischen Einflusses anders als ihre Mutter zu einer selbstsicheren, unabhängigen Frau entwickelt hat.

Aufgewachsen als Tochter migrantischer Eltern die ihr Glück in Amerika gesucht haben, hat sie die patriarchalen Zustände in der Ehe ihrer Eltern hautnah miterlebt und sich geschworen, dass sie später selbstbestimmt leben wird.

Es kommt jedoch anders. Fadi arbeitet den ganzen Tag und ihr wird sowohl der Haushalt, als auch die Kindererziehung selbstverständlich zugeschoben. Dies bremst sie automatisch auf der Karriereleiter aus, da die Kinder und familiäre Verpflichtungen ihre Zeit und Ambitionen praktisch vollends in Anspruch nehmen. Beruflich unterfordert und vom Alltag ernüchtert, rücken ihre Träume immer weiter in die Ferne.

Als an der Uni freiwillige Lehrkräfte für eine Studienreise gesucht werden, möchte sich Yara bewerben. Schon immer hat sie davon geträumt zu reisen und die Welt zu sehen. Fadi holt sie jedoch schnell in -seine- Realität zurück, erinnert sie an ihre Pflichten und er in der Arbeit nicht kürzer treten kann. Mit seinen Ansichten und Vorwürfen wird Yara bewusst, dass sie doch nicht so modern und frei ist, wie sie immer gedacht hatte. Kurze Zeit später gerät sie wegen der Reise mit einer Kollegin wegen einer rassistischen Bemerkung aneinander. Als Yara die Beherrschung verliert, wird sie vom Arbeitgeber praktisch gezwungen einen Therapeuten aufzusuchen und letztendlich gekündigt.

Nun ist nichts mehr wie vorher. Auch Yara hat sich verändert und obwohl zuerst widerwillig, sucht sich erneut Hilfe. Mit der Unterstützung ihrer neuen Therapeutin und ihrem Tagebuch, beginnt Yara zu hinterfragen woher ihre Wut kommt, die Traurigkeit und wie sie einen Weg aus dem Ganzen finden kann.

Evil Eye von Etaf Rum habe ich aus Zufall entdeckt und eher beiläufig mitgenommen. Für mich war es ein wahrer Pageturner und trotz des schweren Themas leicht zugänglich. Seite für Seite hat sich das Leid der Protagonistin in diesem patriarchalischen System entfaltet, hat mich oft wütend gemacht und aufgewühlt. Viele Situationen die Yara bewältigen musste, haben sich Frauen in unterschiedlichen Facetten schon mehr als einmal gegenüber gesehen, ganz gleich welcher Kultur sie angehören. Patriarchat ist kein kulturelles Problem – es ist ein männliches.

Fadi ist ein Experte in Gaslighting und Manipulation. Ich war ein ums andere Mal richtig verärgert, wollte Yara anbrüllen sich nicht so behandeln zu lassen.

Natürlich kann man kritisieren, dass Etaf Rum einige Charaktere sehr klischeehaft beschrieben hat. Die sich ewig einmischende Schwiegermutter, der Vater der als gewalttätiger Patriarchat seine Tochter zur Vernunft bringen und ihr Familienschande unterstellen will usw…natürlich ist dies überzeichnet, aber dennoch hat es in die Geschichte gepasst. Und auch wenn dies nicht auf alle Familien zutrifft, so ist dies für das Storytelling nicht an den Haaren herbeigezogen.

Fazit: Ein gutes Buch, welches geographische, kulturelle Grenzen überschreitet und mit seinem Niveau eine breitgefächerte Leserschaft erreichen kann.

Übersetzung: Heike Reissig

Erschienen bei: Pola Stories (selbstgekauft)