– Wie meine Familie das Sprechen lernte –

Leyla Bektaş  “Gehst du durch das erste Tor, denkst du: Dies ist deins und dies ist meins. Gehst du durch das zweite, dann das dritte Tor, erkennst du: Dies ist deins und meins. Aber erst wenn du das vierte Tor durchschritten hast, siehst du: Das hier ist weder meins noch deins.” Die 29-jährige Alev ist,„– Wie meine Familie das Sprechen lernte –“ weiterlesen

– Yellowface –

Rebecca F. Kuang Für mich war -Yellowface- von Rebecca F. Kuang ein bitterböser Spaß. Klug, witzig und spannend! Juniper “June” Hayward ist zerfressen von Neid wenn es um ihre ehemalige Studienkollegin, die chinesisch-amerikanische Autorin Athena Liu, geht. Athena lebt den schriftstellerischen Traum, erntet gute Kritiken, kassiert die besten Verträge und handelt große Summen mit Netflix„– Yellowface –“ weiterlesen

– Sehr blaue Augen –

Toni Morrison “Sonst spricht ja niemand darüber, aber im Herbst 1941 gab es keine Ringelblumen. Wir dachten damals, die RIngelblumen wachsen nicht, weil Pecola ein Baby von ihrem Vater bekommt.” So schonungslos beginnt der Roman. Das Buch ist in vier Jahreszeiten unterteilt und beginnt im Herbst. Fragmentarisch und aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfahren welche Auswirkungen Rassismus,„– Sehr blaue Augen –“ weiterlesen

– Übertretung –

Louise Kennedy In diesem packenden, nachdenklich machenden Roman lesen wir über eine gespaltene Gesellschaft im Belfast der 70er Jahre. Cushla Lavery, 24 Jahre alt, ist Lehrerin und hilft in der von ihrem Bruder Eamonn geführten Bar aus. Zudem kümmert sie sich noch um ihre Mutter Gina, die sie mit ihrem immer krankhafteren Alkoholproblem und deren„– Übertretung –“ weiterlesen

– Vatermal –

Necati Öziri “Du musst wissen, Metin, für mich hatten Väter immer etwas Angsteinflößendes. Wenn ich mir vorstelle, wie es gewesen wäre, bei dir aufzuwachsen, was du etwa davon gehalten hättest, dass ich entschied, Literatur zu studieren, dann steigt dieselbe Angst in mir hoch. Allerdings wird sie inzwischen schnell wieder eingeholt von der Erleichterung, dass ich„– Vatermal –“ weiterlesen

– Lügen über meine Mutter –

Daniela Dröscher “Die wenigsten Mädchen wollen so aussehen wie ihre Mutter. Das ist eine verständliche Abgrenzung. In meinem Fall steckt eine kompliziertere Distanznahme dahinter. Früh hat sich in meinen kindlichen Blick der Blick meines Vaters miteingeschrieben.” Dieser Blick des Vaters ist der eines schwachen, unsicheren Mannes, der die Schuld der eigenen Verfehlungen und beruflichen Misserfolge„– Lügen über meine Mutter –“ weiterlesen

– Zusammenkunft –

Natasha Brown Die namenlose Schwarze Protagonistin und Ich-Erzählerin hat einen gutbezahlten Job in Londons Finanzdistrikt, eine Eigentumwswohnung, einen weißen Freund, der sie bei einer “Zusammenkunft” seiner Familie vorstellen möchte. Aufstieg war nur durch kräftezerrende Anpassung möglich. Doch dieser Erfolg wird ihr aberkannt. Weiße Kolleg:innen reden von einer Diversity Quote, die erfüllt werden musste oder wie„– Zusammenkunft –“ weiterlesen