– Vaters Meer –

Deniz Utlu “Der erste Satz, den er mit den Augen sprach: Öldüm sandim. Mutter und Sema atmeten auf, sie hatten die Verbindung zu meinem Vater wiederhergestellt. Sein erster Satz lautete: Ich dachte, ich sei tot.” Yunus’ Vater Zeki hatte zwei Schlaganfälle und befindet sich seitdem im Locked-in-Syndrom. Fast vollständig bewegungsunfähig kann er nur noch über„– Vaters Meer –“ weiterlesen

– Sehr blaue Augen –

Toni Morrison “Sonst spricht ja niemand darüber, aber im Herbst 1941 gab es keine Ringelblumen. Wir dachten damals, die RIngelblumen wachsen nicht, weil Pecola ein Baby von ihrem Vater bekommt.” So schonungslos beginnt der Roman. Das Buch ist in vier Jahreszeiten unterteilt und beginnt im Herbst. Fragmentarisch und aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfahren welche Auswirkungen Rassismus,„– Sehr blaue Augen –“ weiterlesen

– Die Wunde –

Oxana Wassjakina Oxana Wassjakina hat mit -Die Wunde- einen anspruchsvollen Debütroman hingelegt.Kurz und knapp gesagt, begleiten wir die lesbische Protagonistin bei ihrer Trauerbewältigung nach dem Tod der schwerkranken Mutter.Ihr Leben lang war das Verhältnis zur Mutter eher angespannt und doch geht deren Tod selbstverständlich nicht spurlos an ihr vorbei.Zwei Monate braucht es um die Urne„– Die Wunde –“ weiterlesen

– Übertretung –

Louise Kennedy In diesem packenden, nachdenklich machenden Roman lesen wir über eine gespaltene Gesellschaft im Belfast der 70er Jahre. Cushla Lavery, 24 Jahre alt, ist Lehrerin und hilft in der von ihrem Bruder Eamonn geführten Bar aus. Zudem kümmert sie sich noch um ihre Mutter Gina, die sie mit ihrem immer krankhafteren Alkoholproblem und deren„– Übertretung –“ weiterlesen

– Migrantenmutti –

Elina Penner „Es ist Alltag für Migras. Das Ankommen, das Erklären, das Nachreichen, das Einreichen, das Abstempeln, das Versprechen, das Durcheinanderbringen, das Vergessen, das nicht-Wissen, das Kontrollieren, das Nachfragen, das Beleidigen. Das Nicht-gut-genug-Sein und das Sich-Wundern, ob das mal anders wird, für die eigenen Kinder, die nun bald in dritter oder vierter Generation in Deutschland„– Migrantenmutti –“ weiterlesen

– Die Möglichkeit von Glück –

Anne Rabe “So habe ich mir das vorgestellt. Der Holocaust und der Krieg, das war irgendwas in Polen und in Berlin. Stalingrad, das war in Russland und sehr weit weg.” So empfindet es Stine, die 1986 in der DDR geboren wurde, und in der Gegenwart nach Antworten in ihrer Familiengeschichte sucht. Welche Rollen hatten -damals-„– Die Möglichkeit von Glück –“ weiterlesen

– Vatermal –

Necati Öziri “Du musst wissen, Metin, für mich hatten Väter immer etwas Angsteinflößendes. Wenn ich mir vorstelle, wie es gewesen wäre, bei dir aufzuwachsen, was du etwa davon gehalten hättest, dass ich entschied, Literatur zu studieren, dann steigt dieselbe Angst in mir hoch. Allerdings wird sie inzwischen schnell wieder eingeholt von der Erleichterung, dass ich„– Vatermal –“ weiterlesen