– Gebranntes Kind sucht das Feuer –

Cordelia Edvardson

Das Mädchen, uneheliche Tochter der berühmten Schriftstellerin Elisabeth Langgässer mit einem Juden, erzählt von ihren frühen Jahren mit Mutter und Großmutter.

Schon immer spürte sie, dass sie anders ist, als die anderen. Ihr hängt ein unbestimmter “Makel” an.

Also die Gestapo von ihr eine Unterschrift verlangt, da sonst die Mutter rechtlich belangt werden würde, stimmt das Mädchen zu und unterschreibt. Die Mutter schreitet nicht ein.

Mit der Unterschrift hat das Mädchen sich den Nürnberger Rassegesetzen ausgeliefert und damit auch ihre Deportation veranlasst.

Es überlebt Theresienstadt, es überlebt Auschwitz.

“Als das Mädchen durch das Tor mit der Aufschrift -Arbeit macht frei- geschoben wurde, waren die Nummern so hoch, dass sie nicht mehr auf die Unterarme der Häftlinge passten, obwohl die meisten Neuankömmlinge schon an den Zügen -aussortiert- wurden und weder Namen noch Nummern brauchten. Also fing man von vorn an und setzte ein A vor die Nummer. Das Mädchen wurde zu A 3709.”

Ein unglaublich wichtiges aber schweres Buch. Für mich ist es kein Roman sondern autobiografisch. Wieviel kann ein Mensch ertragen und wie kann es weitergehen nach einem solchen Grauen?

Übersetzung: Ursel Allenstein

Erschienen bei: Hanser Literaturverlage/ unbezahlte Werbung/ selbstgekauft

Veröffentlicht von booksandtwins

Books/ Twinmom/ Reader/ Writer There's just parts of me that you can't have. No-one can.

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