Elina Penner

„Es ist Alltag für Migras. Das Ankommen, das Erklären, das Nachreichen, das Einreichen, das Abstempeln, das Versprechen, das Durcheinanderbringen, das Vergessen, das nicht-Wissen, das Kontrollieren, das Nachfragen, das Beleidigen. Das Nicht-gut-genug-Sein und das Sich-Wundern, ob das mal anders wird, für die eigenen Kinder, die nun bald in dritter oder vierter Generation in Deutschland leben, natürlich Deutsche sind.“
Über diese alltäglichen Beobachtungen und die Klassenunterschiede, die in unserer gesellschaftlichen Landschaft zwischen Deutschen und Migras bestehen, schreibt Elina Penner aka Migrantenmutti mit Scharfsinn, Witz und gesalzenen, klugen Sätzen.
Viel Tacheles mit ironischem Ton trifft auf die Feinheiten zwischen Arbeiterklasse und der Oberschicht, bringt Beispiele über die kleinen großen Unterschiede zwischen privilegierter deutscher und migrantischer Elternschaft. Über das Aufwachsen mit anderen familiären Strukturen, anderem Essen, anderen Sitten und wie schwer es einem gemacht wird oder wie unmöglich es ist aufzusteigen, wenn man nicht den -richtigen- Background hat.

Ihre satirischen Essays haben mir so einige Lacher, aber auch so manches Mal ein zynisches Schmunzeln abverlangt.
Mit jedem Text hält sie der Gesellschaft den Spiegel vor und regt zum Nachdenken an.
Wer @elinapenner kennenlernt, merkt schnell welche Naturgewalt diese @migrantenmutti ist. Mir war sie von der ersten Sekunde an sympathisch, lustig und lebensklug. Diese Attribute findet man in ihrem Sachbuchdebüt welches ich wärmstens empfehle.